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Sonntag, 6. März 2016

Klamotten fürs Püppchen

So schnell kann's gehen. Die Kinder albern rum - und zack ist einer hingefallen. Bein tut weh... Kann nicht auftreten, aber Fuß und Bein bewegen... Kinderärztin im Urlaub... Warten in der Vertretungspraxis... Zum Röntgen in die Notaufnahme... wieder warten... und dann O-Ton Kinderarzt: "Eins zu Null für's Kind! Es ist gebrochen." Oje, die arme Maus...
Gerade sie, die den ganzen Tag rumflitzt und auf Achse ist. Am ersten Morgen sagte sie: "Bein weh nein! Bein ausziehen! Kindergarten!" Es hat ganz schön gedauert, bis sie realisiert hatte, dass sie das Bein nicht einfach ausziehen kann. Aber inzwischen nimmt sie es einigermaßen gelassen - jetzt hat sie einen neuen "Gips" (nicht aus Gips, sondern aus Kunststoff - schön leicht, stabil und mit einer tollen Farbe, die sie sich selbst ausgesucht hat) und hat nun verstanden, dass man sich auf dem Fußboden auch im Sitzen hervorragend fortbewegen kann :o)
Hoffentlich kommt er dann nächste Woche ab und alles ist wieder gut.


Da ihre liebe Kindergartengruppe ihr ein schönes Bild gebastelt hat, wollten wir ihnen zum Dank ein Foto von ihr mit dem Bein zurückgeben. Dabei durfte auch Maria, die Babypuppe unserer Großen, mit auf's Foto - die sich (was für ein Zufall) auch das Beinchen gebrochen und nun ebenfalls ein von Mama kunstvoll eingewickeltes Bein hat.


Die Originalklamotten der Puppe waren eher nicht so schön - die Mütze ging gar nicht anzuziehen und der Strampler war aus ganz dünnem Material. Und nachdem die Puppe Clara ja auch benäht wurde, bekam auch Maria ein neues Outfit - Gerechtigkeit muss schließlich sein!


Der Body ist nach dem Puppenbodyschnitt von Schnabelina entstanden. Ich wollte den Regenbogenbody schon immer mal ausprobieren, aber unsere Kleine hat schon mit Kleidergröße 74 nur noch Hemd und Schlüppi angezogen und sich absolut gegen Bodys gesträubt. Also hatte ich nun die Chance, den Body wenigstens im Kleinformat zu nähen. Und was soll ich sagen: so was von niedlich, wenn man das fertige Stück vor sich liegen sieht. Hach ja. Der Body hat einen kleinen rosafarbenen Klettverschluss, damit er leicht zu öffnen ist.



Die Hose ist Klimperkleins Puppenhose, die so ähnlich fällt wie die passende Kindersommerhose, die ich schon mehrfach genäht habe.



Der Mützenschnitt ist von Evi von aefflynS - to go, eigentlich für Sternchen/Frühchen gedacht, passt aber auch Puppenkindern toll und ist in so kleiner Größe gar nicht friemelig zu nähen. Ich habe das Bündchen ohne es zu verlängern aus Jersey gemacht, das ist nicht so dehnbar und so hält die kleine Mütze gut unterhalb der Puppenohren fest (damit sie nicht ständig vom Kopf rutscht und dann die große Sucherei losgeht).
Das Halstuch habe ich aus einem Stoffrest genäht.




Samstag, 26. September 2015

Puppenfeli

Wow, wieviel Zeit schon wieder vergangen ist seit meinem letzten Post! Dabei habe ich ziemlich viel genäht in den letzten Monaten. Seit meiner neuen Nähmaschine nähe ich fast nur noch Klamöttchen für die Kiddis. Vorher habe ich das auch ab und zu getan (mit der Overlock geht das ja auch ganz schnell), allerdings hat die alte Maschine (die ein Erbstück meiner Schwiegeroma war) immer den Jersey aufgefressen, so dass Bündchen absteppen oder Säumen einfach ein Krampf war.

Naja, unsere kleine Maus ist ein kleiner Wirbelwind, die man - anders als die große damals - keine Sekunde aus den Augen lassen darf. Somit verbringe ich die wenige kinderfreie Freizeit dann am liebsten an der Nähmaschine :o) ...

Unsere Große hat zu ihrem vierten Geburtstag im letzten Oktober die Götzpuppe "Clara" bekommen (hach, was hätte ich als Kind gerne eine Puppe mit sooo schönen Haaren gehabt... hihihi). Bisher habe ich ihr nur eine Leggings aus Streifenjersey und eine Art Wickelrock aus Jeansstoff genäht - das hat die Puppenmama erstmal zufriedengestellt.


Dann habe ich vor einiger Zeit die Puppenfeli bei Christina von rosarosa  gefunden. So eine schöne Ballontunika! Das musste ich sofort ausprobieren und das Ergebnis finde ich echt schön - auch wenn ich den Schnitt in der Breite doch deutlich reduzieren musste - die "Clara" ist halt keine Babypuppe. Für "ältere" Puppen (die dann auch schmaler im Körperbau sind) findet man nicht so leicht Schnittmuster. Also werde ich wohl oder übel mal meinen eigenen Grips anstrengen müssen - hier liegt auch noch ein Erbstück, welches benäht werden will, aber dazu später mal mehr...


Den schönen Sweat habe ich schon vor einiger Zeit hier im örtlichen Nähladen gekauft und ziemlich oft in der Hand gehabt, bevor ich mich dazu entschließen konnte, ihn anzuschneiden...


Die Kapuze sieht bei der Puppe im aufgesetzten Zustand schon ein bisschen merkwürdig aus, aber das liegt an den vielen Haaren, die kaum reinpassen :o) Aber wenn die Kapuze auf dem Rücken hängt, dann sieht die Clara doch sehr cool aus. 




Es ist ja eine Ballontunika, aber im Vergleich zum Originalschnitt habe ich noch einiges in der Breite weggenommen. Die Ärmel habe ich mit doppeltem Zickzackstich gesäumt, die Unterseite hat ein farblich passendes Bündchen bekommen.






Mittwoch, 5. Februar 2014

Ein Schlafsack für Puppe Maria

Endlich habe ich den schon vor einer Woche zugeschnittenen Puppenschlafsack nähen können. Da unsere Große alles nachspielt, was sie bei ihrer kleinen Schwester sieht, wollte sie auch gerne einen Schlafsack für ihre kleine Babypuppe ("damit Puppe Maria nicht friert!").


Den Schnitt habe ich auf dem HamburgerLiebe-Blog gefunden, ich musste ihn nur noch etwas verkleinern.
Zur Zeit komme ich fast nur abends zum Nähen und so habe ich - schon ein bisschen müde - schusseligerweise die Nahtzugaben der Schultern abgeschnitten und musste deshalb den Ausschnitt etwas verkürzen. War aber nicht so schlimm, denn der Puppe passt es auch so richtig gut.


Den Blümchenstoff habe ich von einer alten Kinderbettwäsche - als wir letztens mal ausgemistet haben, habe ich einiges davon (wieder-)gefunden und es war mir zu schade zum Wegwerfen... da kann man doch noch was schönes draus machen :o) ...

 

Kombiniert mit dem blauen Stoff vom Schweden sieht es richtig schön aus, vor allem mit den applizierten Herzchen. Die hintere Seite des Schlafsackes ist blau.

Das Schrägband habe ich aus dem blauen Stoff selbst gemacht, allerdings hatte ich beim Anbringen echt zu kämpfen (obwohl ich es in 2 Schritten angenäht habe, aber es war so friemelig...). Naja, die Puppenmama stört's nicht und auftrennen wollte ich es nachts dann auch nicht mehr.


 
"Mama, aber jetzt braucht meine Puppe Maria noch einen Schlafanzug für den Schlafsack!" ... Hach ja ...